Viele Infos zur Geschichte zu Büstenhalter / BH, Dessous und Mieder |
| um 1810 |
erste Schnürmieder - der Körper der Biedermeierfrau sollte zierlich und zerbrechlich
aussehen.
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| 1828 |
Mechanisches Korsett (Krinoline) mit eingeschlagenen Metallösen wurde unter
der Oberbekleidung getragen. Sie stützte mit Fischbein oder sogar Stahlstangen
die bodenlangen, bis zu sechs Meter breiten Kleider der Damen.
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| 1863 |
Patent auf L. L. Chapman(USA/Designer) eingetragen
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| um 1870 |
korbartige Tornüre - sie formte den "falschen Steiß" (Entenschwanz),
eine Ausbuchtung des verlängerten Rückens
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| 1876 |
Patent auf Harriet Schandevyl(USA/Designer) eingetragen
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| um 1880 |
Leinen, Batist, Stickereien, Spitzen, Häkelmuster, Fältelungen, farbige Bänder
und herzförmige Ausschnitte kamen auf. Die Kunst der "Weißnäherei" und
der Weißstickerei begann. Fünf Pfund Unterwäsche musste die elegante Frau von
damals immer noch mit sich herumschleppen: Hose, Hemd, "Anstandsrock",
Korsett, Halbunterrock, Untertaille - und im Winter kam noch die wärmende Wäsche
dazu.
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| 1884 |
Patent für Mortimer Clarke (USA) - vom Modell her dem heutigen Sport-BH ähnlich
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| 1887 |
In
England wurde ein "Bust Improver" - ein Brustverbesserer - patentiert. |
| 1889 |
1. Patent (Frankreich) für Büstenhalter in Paris 1889 auf Französin Herminie
Cadolle eingetragen
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| 1891 |
1. kaiserliches Patent auf Brusthalter für Hugo Schindler (aus Böhmen) - Patent
"62 641" - BH kam als Ersatz für das Korsett - Frauen erledigten viel
Hausarbeit, aber wer kann sich schon bücken, wenn einem Metallstangen und -stäbchen
die Luft abdrücken? Zwei Kappen, unten an einem Gürtel befestigt, oben mit Bändern.
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| 1896 |
Gründung - "Allgemeiner Verein für die Vereinfachung von Damenkleidung"
Er hatte unter anderem "die Befreiung von jeglichem Druck und Einengung"
zum Ziel.
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| 1899 |
Um der nun spürbaren Haltlosigkeit
zu begegnen, schuf in Dresden das Fräulein Christine Hardt aus zusammengeknüpften
Taschentüchern und Männerhosenträgern eine Büstenhalterung,
die sie am 5. September 1899 unter dem Titel Frauenleibchen als Brustträger
beim Kaiserlichen Patentamt anmeldete, Patentschrift Nr. 110 888 - der erste BH!
Fräulein Hardt aus Dresden sieht
die Funktion darin,
"die Brüste aufrecht zu halten,
ohne die Funktion einer gesunden Brust irgendwie zu beeinträchtigen. Dabei
sind die Brustbehälter der jeweiligen Größe der Brust gemäß
verstellbar".
Fräulein Hardt sieht darauf, dass "die Brüste nur ... mit Hilfe der Träger
hochgehalten, nicht aber durch ein fest um Brust und Rücken anliegendes Korsett"
gehalten werden.
Da Fräulein Christine Hardt stets praktisch dachte, achtete sie darauf, dass
das Leibchen vom Brustbehälter getrennt werden konnte, um es wie die übrige
Leibwäsche dem Kochkessel zuführen zu können. |
| um 1900 |
Trend wurde ein nach innen gewölbter Bauch mit einem betonten, herausgerückten
Po. Auch Leibchen und Brusthalter kamen auf den Markt. Doch auch die waren nicht
bequem. Fischbeinstäbchen, Spiralfedern oder Schnureinlagen sorgten dafür, dass
Frau sich nicht "hängen ließ".
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| 1904 |
Erstes Modell des schwäbischen Korsettmachers Wilhelm Meyer-Ilschen
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| 1912 |
Sigmund Lindauer (Cannstatt) brachte die Linie "Hautana" auf den Markt,
Modelle aus Seidentrikot, die ohne Versteifung direkt auf der Haut zu tragen waren
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| 1914 |
Patent auf BH für Amerikanerin Mary Jacobs
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| 1914 |
Kauf des Patents von Mary Jacobs durch Warner Brothers Corset Company.
1914 verkaufte die geschäftstüchtigere Amerikanerin Mary Jacobs ihre
elegantere Lösung an die Warner Brothers Corset Company - der Siegeszug war
nicht aufzuhalten.
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| 1914 |
Erste fabrikmäßig hergestellte BHs wurden verkauft
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| um 1920 |
BH "Callimaste" (dem französischen Label) - war den heutigen Modellen
sehr ähnlich. Korsett blieb da, wo es nach Meinung der Mode von damals hingehörte:
an der Frau. Der BH wurde noch zusätzlich darunter getragen. Nach dem ersten Weltkrieg
sollten die Frauen knabenhaft aussehen, mögliche Rundungen an Brust oder Hüften
mussten irgendwie versteckt werden. Die Hemdhose wurde das typisch weibliche Kleidungsstück
der 20er Jahre. Die BHs von damals hatten nur einen Nutzen: Sie sollten den Busen
einfach platt drücken. Erste Hüfthalter ersetzten manchmal das Korsett.
Für den großen Geldbeutel
gab es Brusthalter aus Seide oder Batist, die ärmeren Frauen mussten mit
einem aus Leinen vorlieb nehmen.
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| um 1930 |
BH-Vamp(USA) wurde gesellschaftsfähig. Rund geformte Büstenhalter, elastische
Hüftgürtel und figurbetonte Korsetts zeigten unter engen, wadenlangen Kleidern
üppige Rundungen.
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| Anfang 1930 |
Einführung von Standardgrößen für BHs
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| 1937 |
Ab diesem Jahr wurde der BH offiziell
als "Büstenhalter" bezeichnet. |
| 1941 |
Howard Hughes entwarf den ersten trägerlosen BH für Jane Russell im Film "The Outlaw".
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| Anfang 1950 |
Modelle wurden spitz geschnitten, wer Busen hatte zeigt ihn.
Eine völlig neue Qualität der BHs wurde erreicht, als für seine
Produktion Stretchmaterialien verwendet wurden. Einfachere Schnitte und weniger
Haltebänder waren die Folge. Der Tragekomfort stieg und damit die Akzeptanz
bei den Kundinnen.
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| 1952 |
Triumph verkauft als größter Miederwarenhersteller Europas 13 Millionen Büstenhalter
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| 1961 |
In Deutschland werden jährlich 41 Millionen BHs produziert
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| Mitte 1965 |
Mit Verwendung der
Lycra-Faden zur Herstellung der BHs wurden diese leichter und luftiger. |
| 1968 |
Flower-Power-Bewegung und Studenten-Revolten brachten öffentliche BH-Verbrennungen.
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| 1977 |
Der Sport-BH - während der Joggingwelle
in den USA wurden einzelne Modelle von Läuferinnen selbst genäht. Diese
Idee wurde von der Industrie sofort übernommen. |
| 1994 |
Der Wonder-Bra kommt auf den Markt.
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| 1999 |
Neuer Gel-BH macht jeden Busen schön - der "Ultimo-Bra" kommt auf
den englischen Markt. Der neue BH betont die Brüste durch Gel-Polster - und die
machen jede Körperbewegung mit! Sie ähneln Implantaten, mit denen Busen operativ
vergrößert werden.
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